Roswitha
Buhmann

Großformatiges und gemalte Gewissheit

Kommen Sie! Nutzen wir die Gelegenheit erdachter Räume. Jetzt 18. Jahrhundert. Napoleon. Cook. Von denen Sie nur Rauniges hören. Eng Ihre Welt und satter Bauch im Wünschen weit vorne. Zusammengeschraubt Hartmetallen es erleichtert manches..

Und jetzt Gegenwart. Obama. iPod. Die Gondel zum Jungfraujoch steckt voller Japaner…

Festgeschnallt in unserer Tage Zeit sind wir. Im fernen Früher war der Gürtel enger, doch was über die Zeiten blieb, war das Umhüllt sein von Gültigkeit. Ein Quäntchen Absolutes umkreist uns. Oder anders: Wir stecken in Gewissheiten, die morgen schon unsererseits als Naivität entlarvt werden könnten oder auch nicht. Wir tragen Gesichter, der eine mehr, der andere weniger. Betritt man das Atelier von Roswitha Buhmann, begegnet uns Großformatiges und gemalte Gewissheit für das schnell erkennende Auge. Doch mit dem Luxus von Betrachtungszeit vor Ort, eben dort, löst sich das gemalte Versprechen von scheinbar un hinterfragter Gültigkeit auf. Ihre Bilder erinnern sie an den Geruch eines Augenblicks vor einer Woche, an Kindertage, an Metaphysisches, eben an Gültigkeiten, die manchmal das Absolute nur für Momente halten können, um gleich – dem Widerspruch nah – von anderem abgelöst werden. Das ist Leben. Unser aller Leben. Der eine sieht es, kann es fast mit Händen greifen, der andere lässt es in sich leben. Roswitha Buhmanns Kunst liegt im Vereinen, indem Gewissheit über dem neben Gewissheit gelegt wird, Schicht für Schicht. Die tiefsten, untersten von ihnen sind ein Hauch und manchmal nicht einmal das, aber sie sind als Unentbehrliches fürs Jetzt, für die Glaubwürdigkeit des Jetzt. Ihre Bilder können Wanderung sein für jenen, der um das Absolute weiß – wie unsere Altvorderen – und die Gebrechlichkeit dessen…..

Dr. Adolf Blum